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Grabenarme Bauweise

Grabenarme Bauweise bezeichnet Verfahren, bei denen Leitungen mit wenigen und kleinen Arbeitsgruben oder über schmale Eingriffe verlegt werden. Dadurch bleiben große Teile der Oberfläche unberührt und Beeinträchtigungen können sinken.

Was bedeutet grabenarm?

Anders als bei einem durchgehenden offenen Leitungsgraben wird die Oberfläche nur punktuell oder in sehr schmaler Form geöffnet. Je nach Aufgabe kommen Pressungen, Bodenverdrängung, Pflug- oder Fräsverfahren infrage. Start- und Zielgruben, Anschlussstellen und Kontrollpunkte können dennoch erforderlich sein.

Weniger Eingriff, sorgfältige Planung

Der geringere Oberflächenaufbruch kann Verkehr, Anwohner und die Wiederherstellung befestigter Flächen entlasten. Unter der Oberfläche muss der verfügbare Raum jedoch besonders genau bekannt sein. Fremdleitungen, Bodenaufbau, Steine, Wurzeln und notwendige Biegeradien bestimmen, ob ein Verfahren sicher eingesetzt werden kann.

Nicht jede Strecke ist gleich

In einem Ausbauprojekt werden häufig offene und grabenarme Abschnitte kombiniert. Eine Straßenquerung kann geschlossen hergestellt werden, während Abzweige und Hauseinführungen offen zugänglich bleiben. Die fachgerechte Lösung entsteht aus den örtlichen Bedingungen und dem Ziel, Qualität, Sicherheit und möglichst geringe Beeinträchtigungen miteinander zu verbinden.

Häufige Fragen

Ist grabenarm dasselbe wie vollständig grabenlos?

Nicht unbedingt. Viele Verfahren reduzieren die Länge und Breite offener Gräben, benötigen aber weiterhin Arbeitsgruben oder kleine Öffnungen an Anschlüssen und Richtungswechseln.

Wann ist eine grabenarme Bauweise ungeeignet?

Bei unbekannter Leitungsdichte, ungeeignetem Boden, großen Hindernissen oder fehlendem Platz für Geräte und Arbeitsgruben kann eine offene Ausführung sicherer oder wirtschaftlicher sein.