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Kernbohrung

Eine Kernbohrung erzeugt eine kreisrunde, maßhaltige Öffnung in Beton oder Mauerwerk. Im Hausanschluss wird sie genutzt, um Leitungen und geeignete Hauseinführungen kontrolliert durch Außenwände zu führen.

Was unterscheidet eine Kernbohrung von einer normalen Bohrung?

Beim Kernbohren trägt ein ringförmiges Bohrwerkzeug nur den Rand der Öffnung ab. Im Inneren bleibt ein Bohrkern zurück. Dadurch entstehen auch bei größeren Durchmessern präzise Öffnungen mit glatten Wandungen. Das ist besonders hilfreich, wenn eine Dichtung formschlüssig in die Bohrung eingesetzt werden soll.

Vorbereitung am Gebäude

Vor der Bohrung werden Position, Durchmesser und Bohrwinkel festgelegt. Leitungen in der Wand, statisch relevante Bereiche und die vorhandene Abdichtung müssen berücksichtigt werden. Bei Außenwänden wird häufig mit leichtem Gefälle nach außen gearbeitet, sofern das gewählte Durchführungssystem dies vorsieht. Wasser und Bohrschlamm werden kontrolliert aufgefangen.

Teil eines vollständigen Anschlusses

Die Kernbohrung allein dichtet das Gebäude nicht ab. Nach dem Bohren wird eine geeignete Hauseinführung oder Ringraumdichtung montiert und mit der Bauwerksabdichtung abgestimmt. Erst die Kombination aus sauberer Öffnung, passendem Dichtsystem und korrekt geführter Leitung ergibt einen dauerhaften Gebäudeeintritt.

Häufige Fragen

Kann überall in eine Kellerwand gebohrt werden?

Nein. Leitungen, Bewehrung, Statik, Abdichtung und die spätere Leitungsführung müssen vorher geprüft werden. Die Position wird deshalb projektspezifisch festgelegt.

Wird eine Kernbohrung automatisch wasserdicht?

Nein. Sie erzeugt nur die Öffnung. Für die Abdichtung ist anschließend ein zur Wand und Wasserbeanspruchung passendes Durchführungssystem erforderlich.