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Hauseinführung

Eine Hauseinführung ist die abgedichtete Durchführung für Leitungen oder Schutzrohre durch die Außenwand eines Gebäudes. Sie verbindet den erdverlegten Hausanschluss sicher mit dem Innenraum und schützt vor Wasser, Gas und Bodenfeuchte.

Warum braucht ein Gebäude eine Hauseinführung?

Jede Leitung, die eine Außenwand durchdringt, unterbricht die schützende Gebäudehülle. Eine passende Hauseinführung schließt den verbleibenden Ringspalt dauerhaft ab und führt Rohr oder Kabel in einer definierten Position ins Haus. Sie ist damit ein kleines, aber sicherheitsrelevantes Bauteil des Hausanschlusses.

Abstimmung mit Wand und Leitung

Ausführung und Abdichtung müssen zur Wandkonstruktion, zur vorhandenen Bauwerksabdichtung und zur erwarteten Wasserbeanspruchung passen. Auch Durchmesser, Anzahl und Lage der Leitungen spielen eine Rolle. Bei Bestandsgebäuden wird die Öffnung häufig durch eine präzise Kernbohrung hergestellt; danach wird die Durchführung fachgerecht eingesetzt und abgedichtet.

Sorgfalt an der Schnittstelle

Die Leitung soll ohne scharfe Knicke in das Gebäude geführt werden und außerhalb ausreichend geschützt liegen. Eine provisorische Füllung des Wandlochs ersetzt keine geeignete Durchführung. Nach Abschluss sollten Eintrittsstelle und Leitungsverlauf dokumentiert werden, damit spätere Arbeiten an Fassade, Keller oder Grundstück sicher geplant werden können.

Häufige Fragen

Kann eine Hauseinführung nachträglich eingebaut werden?

Ja. Bei Bestandsgebäuden wird dafür eine geeignete Stelle festgelegt, die Wand geöffnet und ein zur Konstruktion passendes Dichtsystem eingesetzt.

Warum reicht Bauschaum als Abdichtung nicht aus?

Bauschaum allein ist in der Regel keine dauerhaft druckwasser- und gasdichte Gebäudedurchführung. Er ersetzt kein geprüftes und zur Einbausituation passendes Dichtsystem.