TK Bau Projekt anfragen

Kabeleinzug

Beim Kabeleinzug wird ein Kabel kontrolliert durch ein vorbereitetes Leer- oder Schutzrohr geführt. Zugkraft, Biegeradius, Rohrzustand und Streckenlänge müssen zum Kabel passen, damit es ohne Beschädigung am Ziel ankommt.

Wie funktioniert ein Kabeleinzug?

Vor dem Einzug wird geprüft, ob der Rohrweg durchgängig, sauber und für das vorgesehene Kabel geeignet ist. Ein Zugdraht oder Zugseil verbindet das Kabel mit dem Zielpunkt. Anschließend wird es gleichmäßig durch das Leerrohr gezogen. Bei längeren oder verwinkelten Strecken sind Zwischenpunkte und abgestimmte Arbeitsabläufe wichtig.

Schutz des Kabels

Kabel dürfen weder geknickt noch übermäßig gedehnt werden. Herstellerunabhängige technische Grenzwerte wie Mindestbiegeradius und zulässige Zugkraft bestimmen deshalb die Ausführung. Rollen, Einführhilfen und eine saubere Führung verhindern Reibung an Kanten. Bei Glasfaser ist besondere Sorgfalt erforderlich, weil Schäden nicht immer äußerlich erkennbar sind, die Übertragungsleistung aber beeinträchtigen können.

Einziehen oder Einblasen?

Welches Verfahren passt, hängt von Rohrsystem, Kabel, Länge und Verlauf ab. Glasfaserkabel werden häufig mit Luft in Mikrorohre eingeblasen; auf anderen Strecken ist ein klassischer Zug sinnvoll. Entscheidend ist nicht der Name des Verfahrens, sondern eine kontrollierte Montage und die eindeutige Zuordnung der Kabelenden.

Häufige Fragen

Was wird vor dem Kabeleinzug geprüft?

Wichtig sind Durchgängigkeit und Sauberkeit des Rohres, verfügbare Zugwege, Biegeradien sowie die eindeutige Zuordnung von Start- und Zielpunkt.

Kann ein beschädigtes Kabel einfach weiterverwendet werden?

Beschädigungen müssen fachlich bewertet werden. Besonders bei Glasfaser können Knicke oder zu hohe Zugkräfte die Funktion beeinträchtigen, obwohl der Mantel unauffällig wirkt.