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Leerrohr

Ein Leerrohr ist ein im Boden oder Gebäude verlegtes Schutzrohr, das Kabel aufnimmt oder für eine spätere Belegung freigehalten wird. Im Glasfaserausbau schützt es die empfindlichen Kabel und erleichtert Nachbelegung, Austausch und Erweiterung.

Welche Aufgabe hat ein Leerrohr?

Leerrohre trennen Kabel vom umgebenden Boden und schützen sie vor Druck, Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen. Im Glasfaserausbau werden häufig kleine, gebündelte Rohre eingesetzt, die einzelne Netzabschnitte oder Gebäude erschließen. Das Kabel wird erst nach der Rohrverlegung eingezogen oder mit Luft eingeblasen.

Verlegung und Verbindung

Damit ein Leerrohr dauerhaft nutzbar bleibt, müssen Verlauf, Biegeradien und Rohrverbindungen sorgfältig ausgeführt werden. Knicke, eingedrungener Schmutz oder undichte Kupplungen erschweren die spätere Kabelmontage. Rohrenden werden deshalb geschützt und eindeutig zugeordnet. In Gräben liegt das Rohr in geeignetem Material, damit Steine und punktuelle Lasten vermieden werden.

Reserve für spätere Anforderungen

Ein freies Rohr kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn ein Gebiet schrittweise erschlossen oder eine spätere Erweiterung erwartet wird. Zusätzliche Tiefbauarbeiten lassen sich dadurch reduzieren. Voraussetzung ist eine genaue Dokumentation, denn nur ein bekannter, durchgängiger und zugänglicher Rohrweg besitzt langfristigen Nutzen.

Häufige Fragen

Warum heißt es Leerrohr, obwohl später ein Kabel darin liegt?

Der Begriff beschreibt vor allem seine Funktion als vorbereiteter Rohrweg. Das Rohr kann zunächst leer verlegt und zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Kabel belegt werden.

Kann jedes Kabel in jedes Leerrohr eingezogen werden?

Nein. Innendurchmesser, Biegeradien, Länge und Zustand des Rohrwegs müssen zum Kabel und zum vorgesehenen Einzieh- oder Einblasverfahren passen.