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Fräsverfahren

Beim Fräsverfahren wird mit einer Fräseinheit ein definierter, schmaler Graben oder Schlitz für Leitungen hergestellt. Breite und Tiefe lassen sich kontrollieren; das gelöste Material wird aufgenommen oder seitlich abgelegt.

Was geschieht beim Fräsen einer Leitungstrasse?

Eine rotierende Fräseinheit löst Boden oder geeignete Oberflächen entlang des geplanten Verlaufs. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger, vergleichsweise schmaler Arbeitsraum. Je nach Maschine und Aufgabe kann in unbefestigtem Boden oder in dafür geeigneten befestigten Flächen gearbeitet werden. Das Verfahren unterscheidet sich deutlich vom großflächigen Aushub mit einem Bagger.

Voraussetzungen für einen sauberen Ablauf

Trassenlage und Solltiefe müssen bekannt sein. Besonders wichtig ist die sichere Kenntnis vorhandener Leitungen, da das Werkzeug kontinuierlich im Boden arbeitet. Boden, Steingehalt, Oberfläche und notwendige Kurven beeinflussen Vorschub und Ergebnis. In Kreuzungs- und Anschlussbereichen wird häufig auf andere Arbeitsweisen gewechselt.

Einbau und Wiederherstellung

Nach dem Fräsen werden Schutzrohre oder Kabel eingebracht, geeignet umhüllt und der schmale Arbeitsraum fachgerecht geschlossen. Auch bei geringer Breite bleibt die Verdichtung wichtig. Die Oberfläche wird anschließend passend zum Bestand hergestellt. Das Verfahren ist dann sinnvoll, wenn ein definierter Querschnitt und zügiger Fortschritt auf einer geeigneten Trasse gefragt sind.

Häufige Fragen

Ist Fräsen automatisch ein grabenloses Verfahren?

Nein. Es entsteht ein offener, aber meist schmaler Schlitz oder Graben. Deshalb wird das Fräsverfahren häufig als grabenarm bezeichnet.

Kann über vorhandenen Leitungen gefräst werden?

Nur mit geklärter Lage und einem sicheren, abgestimmten Vorgehen. Unbekannte oder zu nah liegende Fremdleitungen stellen ein erhebliches Risiko dar und müssen vorab berücksichtigt werden.